Die Zahl der Online Spenden steigt kontinuierlich an
Ein großer Teil der Bevölkerung hat Zugang zum Internet. Inzwischen werden schon etwa zehn Prozent aller Spenden über dieses Medium abgewickelt. Dabei sollte auf die Sicherheit des Zahlungssystems geachtet werden.
Die Menschen hierzulande spenden trotz der Wirtschaftskrise sehr viel. Über die Hälfte aller geleisteten Spenden kommen von Menschen, die über 60 Jahre alt sind. Wenn Katastrophen in aller Welt passieren, erhalten insbesondere größere Hilfsorganisationen einen Großteil ihrer Spenden per Internet. Aber auch kleinere Vereine nutzen immer häufiger diesen Weg, da es recht einfach ist, ein Online-Spendensystem in die eigene Webseite zu integrieren. Zudem ist die Spendenwerbung über das Netz sehr viel kostengünstiger, da sie weniger Verwaltungsarbeit verursacht. Dieses Geld, das die Organisation nicht mehr für ihre Werbung und Verwaltung ausgeben muss, kann dann den geförderten Projekten zugute kommen. Auf diese Weise erhöht sich der prozentuale Anteil an einem Spendeneuro, der tatsächlich dazu benutzt wird, zum Beispiel einen Brunnen für die Bevölkerung in einem afrikanischen Land zu bauen.
Auch für den Spender hat es sich als sehr bequem erwiesen, online Spenden zu überweisen. Die Zahl der Spenden, die durch dieses zeitgemäße Medium an die Hilfsorganisationen und sozial engagierten Vereine überwiesen wird, hat sich kontinuierlich erhöht. In der Regel liegt deren Anteil zwischen fünf und zehn Prozent, während einige Organisationen bis zu einem Drittel der Gesamteinnahmen über das Internet erhalten. Die Zahlungssysteme bieten an, die Spende in einer gewählten Höhe per Kreditkarte, Bankeinzug, Banküberweisung oder einem bestimmten Bezahlsystem zu tätigen. Um die Sicherheit der Datenübertragung zu gewährleisten, wird empfohlen, nur verschlüsselte Verbindungen zu nutzen. Wer das Lastschriftverfahren wählt, bei dem die Organisation die Möglichkeit erhält, vom angegebenen Konto die Spendensumme abzubuchen, besitzt ein Widerrufsrecht von sechs Wochen, während der diese Lastschrift zurückgebucht werden darf. Auch wer die Kreditkarte einsetzt, ist auf der sicheren Seite, da bei einem Missbrauch immer die Kreditkartengesellschaft für den entstandenen Schaden haftet.
Bei jeder dieser Zahlmethoden ist es jedoch unerlässlich, neben der Höhe der Spende persönliche Daten wie den Namen, die Adresse und die Kontoverbindung preiszugeben. Seriöse Organisationen versichern auf ihren Internetseiten daher, dass sie die erhaltenen Daten nur zu dem angegebenen Zweck verwenden und diese nicht an Dritte weitergeben oder –verkaufen. Daher sollte nur an die Hilfswerke gespendet werden, deren Seiten im Detail den Zahlungsvorgang erläutern und auch erklären, welche Gesellschaft die Kartenzahlung abwickelt, wenn eine solche beauftragt wurde.
Um eine Spendenbescheinigung zu erhalten, die steuerlich absetzbar ist, ist es unabdingbar, die persönlichen Daten mitzusenden. Bei einigen wenigen Organisationen ist es neuerdings möglich, auch anonym zu spenden. Das wird mit einem internationalen Zahlsystem bewerkstelligt. Dazu muss man sich bei der Gesellschaft anmelden, mit der man auch bei Einkäufen im Internet sofort bar bezahlen kann. Hier sind meistens jährlich geringe Gebühren zu zahlen, dafür wird aber Sicherheit geboten, dass keine persönlichen Daten in Umlauf kommen. Beim Bezahlvorgang ist dann nur noch ein PIN-Code einzugeben. Es liegt auf der Hand, dass in diesen Fällen keine Spendenbescheinigung ausgestellt werden kann.
17.08.2010